Da war mehr drin: Die Paderborn BASKETS zeigten am 1. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eine starke kämpferische Leistung. Gegen die Gäste des VfL SparkassenStars Bochum lieferte das Team um Head Coach Milos Stankovic einen leidenschaftlichen Fight auf Augenhöhe und hielt die Partie bis zwei Minuten vor Schluss ausgeglichen (75:75). Ein Foul und zwei Turnover der Baskets in der anschließenden entscheidenden Phase des Spiels hatten vier Freiwürfe für die Gäste zur Folge, die diese nervenstark verwandelten und so für die Entscheidung sorgten. Am Ende verlor Paderborn unglücklich mit 77:81 (30:35) gegen die SparkassenStars Bochum, bei denen besonders Shooting Guard JaMonta Black einen echten Sahnetag erwischt hatte: Der US-Neuzugang erzielte als Topscorer der Partie allein 34 Punkte, darunter acht erfolgreiche Distanzwürfe. Die Stimmung in der PHOENIX CONTACT arena in Lemgo war während des Spiels und nach der Schlusssirene dennoch großartig: 1403 Zuschauer, darunter rund 60 Gästefans, fanden den Weg in die neue Heimspielstätte der Paderborn BASKETS und sorgten für eine von Beginn an stimmungsvolle Kulisse.
Samstag, 26. September 2026 – 19:30 Uhr – BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA – Saison 2026/27 – 1. Spieltag – Paderborn BASKETS vs. VfL SparkassenStars Bochum – Statistik
Boxscore + Team Stats: https://live.2basketballbundesliga.de/g/2005824?s=boxscore/
Ergebnis: 77:81 (15:19 | 15:16 | 20:21 | 27:25)
Zuschauer: 1.403 in der PHOENIX CONTACT arena in Lemgo
Spielverlauf
Viertel 1 (15:19) | Viertel 2 (15:16)
Paderborn legte den besseren Start auf das Parkett: Die Baskets begannen konzentriert, ließen sich von der von Beginn an tollen Stimmung mitreißen, agierten effektiv mit erfolgreichen Angriffen in der Zone und erspielten sich so eine frühe 15:7-Führung (6.). Danach machte sich bei den Hausherren jedoch Nervosität breit, kleine Fehler schlichen sich ein und die Treffsicherheit, in der ersten Hälfte vor allem aus der Distanz, ließ spürbar nach. Bochum übernahm in den kommenden sieben Minuten das Momentum: Angetrieben von Kapitän Niklas Geske und Neuzugang JaMonta Black zogen sie die Intensität defensiv und offensiv hoch und erspielten sich viertelübergreifend einen 19:0-Lauf (15:26, 13.). Besonders der spätere Topscorer Black entpuppte sich mehr und mehr als dominanter Spieler der Partie, der Shooting Guard traf aus allen Positionen und war von der Paderborner Defensive kaum zu stoppen. Anschließend wurde die Partie zerfahrener, beide Teams kreierten diverse vielversprechende Würfe, brachten diese aber häufig nicht in der Reuse unter. Bochum konnte sich nicht entscheidend absetzen, im Gegenteil: Paderborn schaffte es trotz einiger liegengelassener Chancen, bis zur Halbzeit wieder auf nur fünf Punkte Rückstand heranzukommen (30:35, 20.).
Viertel 3 (20:21) | Viertel 4 (27:25)
Mit Beginn der zweiten Hälfte wandelte sich das Bild: Die Trefferquoten stiegen auf beiden Seiten, die Partie nahm richtig Schwung auf und entwickelte sich zu einem spannenden, offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe mit einigen spektakulären Momenten. Beide Teams fighteten intensiv und schenkten sich defensiv nichts. Bochum legte über JaMonta Black regelmäßig vor, Paderborn blieb aber hartnäckig und nutzte mit hohem Einsatz einige zweite Chancen für Punkte – auch die Dreier fielen nun für die Baskets ins Netz. Vor den finalen zehn Minuten lagen die Gäste weiterhin mit sechs Punkten vorn (50:56, 30.).
Das sollte sich jedoch ändern: Paderborn zeigte jetzt noch mehr Einsatz und kämpfte sich mit großer Unterstützung des eigenen Anhangs zurück in die Partie. Zwei erfolgreiche Distanzwürfe von Neuzugang Jon’Il Fuggett und Eyassu Worku sorgten für den Führungswechsel, Worku legte per Korbleger direkt nach (64:61, 35.) – Auszeit Bochum. Der VfL fand nach dieser zurück in seinen Rhythmus, die Partie wurde von Sekunde zu Sekunde spannender, beide Teams scorten hochprozentig: Zwei Minuten vor dem Ende stand es 75:75 (38.). Crunchtime! Und in dieser präsentierten sich die SparkassenStars nervenstärker: Ein Foul und zwei Turnover führten zu vier Freiwürfen für Bochum, die durch Matchwinner JaMonta Black und Jaylen Wesley sicher verwandelt wurden. VfL-Kapitän Niklas Geske erzielte noch einen letzten Korbleger, Fuggett für Paderborn zwei Punkte von der Freiwurflinie. Am Ende belohnten sich die Bakets nicht für ihren großen Kampf und unterlagen den in den entscheidenden Momenten abgezockteren Bochumern mit 77:81 (40.).
Für Paderborn punkteten Eyassu Worku (23), Nik Schlipf (13) und Jon’Il Fuggett (13) zweistellig. Bochum hatte in Topscorer JaMonta Black (34) und Niklas Geske (14) seine treffsichersten Akteure.
Statements zum Spiel
Milos Stankovic (Head Coach Paderborn Baskets): „In der ersten Halbzeit haben wir heute auf Augenhöhe mit Bayreuth agieren können. Das war defensiv und offensiv in der zweiten Hälfte dann nicht mehr der Fall – hinzu kam unsere schlechte Wurfquote von außen. Bayreuth hingegen hat heute bei den Dreiern einfach einen Sahnetag erwischt, da ist es dann für den Gegner einfach äußerst schwierig, zu gewinnen. Wir haben es insgesamt auch nicht geschafft, Bayreuths Physis so zu matchen, wie wir uns das vorgenommen hatten.“
Alvaro Paredes (Head Coach VfL SparkassenStars Bochum): „Wir haben sehr hart für den Sieg gearbeitet. Es war ein Spiel, das im Kampf gewonnen wurde und wir haben den Kampf angenommen. Einiges hätte besser laufen können, aber wir sind trotzdem sehr glücklich über den ersten Sieg der Saison.“
Ausblick
Die Paderborn Baskets bestreiten bereits am kommenden Freitag, 2. Oktober 2026, ihr nächstes Heimspiel der Saison: Um 19:30 Uhr empfangen die Ostwestfalen in der PHOENIX CONTACT arena in Lemgo die RheinStars Köln. Die Partie gegen VfL SparkassenStars Bochum gibt es hier im Relive auf Sporteurope TV zu sehen: https://sporteurope.tv/paderborn-baskets/paderborn-baskets-vs-vfl-sparkassenstars-bochum/

