Das war ein echtes Lebenszeichen vor rund 1.600 Fans in der Paderborner Maspernhalle: Der überzeugende 89:77 (51:29)-Heimsieg gegen Rasta Vechta II gab den Gartenzaun24 Baskets Paderborn am vergangenen Samstag neue Hoffnung im harten Abstiegskampf der Barmer 2. Basketballbundesliga. Dabei hatte das Team von Head Coach Steven Esterkamp am 26. Spieltag die Begegnung von Beginn an unter Kontrolle: Bis auf eine rund dreiminütige Phase nach der Pause und eine angesichts des hohen Vorsprungs verschmerzbaren, leicht unkonzentrierten Schlussphase gaben sich die Baskets keine Blöße. Einsatz, Verteidigung, Offensive, Reboundarbeit: Alle wichtigen Komponenten fügten sich an diesem Abend zu einem effizienten Teamplay und zu einem verdienten Heimsieg.
Komplette Team-Stats & Boxscore Gartenzaun24 Baskets Paderborn vs. Rasta Vechta II
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Spielverlauf
Viertel 1 (25:15) | Viertel 2 (26:14)
In einer mit rund 1.600 Fans gut gefüllten, stimmungsvollen Maspernhalle entwickelte sich schnell ein zunächst ausgeglichenes Spiel. Die Gäste lagen bis zur 3. Minute vorn, dann übernahm Paderborn die Initiative, und zwar mit Macht: Aggressive Defense, zwingende Spielzüge, sehr präsente Physis, gute Reboundarbeit – Die Baskets machten bis zur Pause sehr viel richtig und lieferten gegen Rasta II eine der besten Saisonhalbzeiten ab. Vechta leistete sich viele Turnover – und traf vor allem in den ersten 20 Minuten nicht einen einzigen Dreier (0/11). Paderborn führte nach dem ersten Viertel mit 25:15 und setzte seine Dominanz auf dem Parkett auch im zweiten Abschnitt fort. Die Baskets behielten die Spielkontrolle, trafen vor allem in der Zone, verwandelten sehr sicher ihre Freiwürfe und präsentierten sich einfach wacher als die Gäste. 13 Vechtaer Ballverluste, acht Paderborner Steals und 15 Assists: Ein klarer Spielverlauf mit einer auch in dieser Höhe verdienten 51:29-Pausenführung für die Gartenzaun24 Baskets. Auffälligster Akteur: Der spätere Topscorer Lars Lagerpusch, der für Paderborn an diesem Abend richtig stark aufspielte.
Viertel 3 (18:24) | Viertel 4 (20:24)
Nach der Pause legten die Baskets für vier Minuten eine weitere Pause ein – und ermöglichten Vechta II, die plötzlich auch aus der Distanz trafen, in dieser Phase einen 13:0-Lauf. (51:42) Paderborns Kapitän Lucas Mayer beruhigte das Nervenkostüm der eigenen Fans jedoch, traf per Korbleger und setzte damit den Startschuss für eine weitere stabile Phase der Gastgeber. Das kurzzeitige Aufbäumen der Gäste wurde mit der gleichen Intensität wie in Hälfte 1 gestoppt, Paderborn traf wieder, kämpfte und zeigte, dass sie den Sieg an diesem Abend unbedingt wollten. Auch im Schlussabschnitt hatten die Baskets auf jede, teilweise sehenswerte Aktion Rastas eine passende Antwort und ließen den Vorsprung so nie mehr auf unter zehn Punkte schmelzen. Vechta versuchte alles, kam aber nicht mehr ins Spiel zurück. Knapp drei Minuten vor Ende sorgte Paderborns Point Guard Quashawn Lane per And-One zum 83:68 für die Vorentscheidung. In den letzten beiden Spielminuten zeigte sich Vechta zwar noch einmal zwingender als die Baskets, dennoch feierte Paderborn nach der Schlusssirene einen letztendlich vollkommen verdienten 89:77-Heimerfolg.
Für die Gartenzaun24 Baskets punkteten Topscorer Lars Lagerpusch (23), Travis Washington (16), Lucas Mayer (14), Jake Biss (13) und Quashawn Lane (13) zweistellig. Rasta Vechta II hatte in Kaden Anderson (17), David Shriver (15), Luc van Slooten (14) und Jack Kayil (10) seine stärksten Akteure.
Statements
Steven Esterkamp, Head Coach Paderborn: „Ich möchte zunächst einmal ein richtig großes Lob an Hendrik und sein junges Team loswerden: Sie zeigen das komplette Spiel über einen tollen Einsatz, sie fighten, sie sind einfach eine sehr talentierte, junge Mannschaft, die richtig gut zusammen und tollen Basketball spielt. Das konnte man vor allem in den ersten drei Minuten des dritten Viertels sehen, als wir noch nicht ready waren, und in den letzten beiden Spielminuten. Diese beiden Phasen haben mir bei meinem Team überhaupt nicht gefallen – ansonsten haben wir heute eine richtig gute Leistung mit einer aggressiven Verteidigung und einer sehr präsenten Physis geboten, was am vergangenen Wochenende leider gefehlt hat. Die Jungs haben unseren Gameplan sehr gut umgesetzt und ich bin sehr stolz auf sie und happy über den Sieg. Aber: Es ist nur ein Sieg und wir brauchen noch weitere. Deswegen fokussieren wir uns sofort auf die nächste wichtige Begegnung bei den Artland Dragons.“
Hendrik Gruhn, Head Coach Rasta Vechta II: „In der 1. Halbzeit waren es nicht einmal vordergründig die vielen Turnovers oder die Dreierquote, sondern die fehlende Bereitschaft, die zu dem hohen Rückstand geführt haben. Paderborn wollte es gerade im 2. Viertel mehr als wir. Wir wussten, dass sie mit dem Rücken zur Wand stehen und gegen uns zwingend einen Sieg brauchten. Und trotzdem waren wir in dieser Situation nicht bereit. Von daher mussten wir in den Auszeiten und der Halbzeitpause auch gar nicht über Basketballerisches sprechen sondern über die Einstellung. Wie die Mannschaft dann in der 2. Halbzeit reagiert hat, war gut. Sie hat nie aufgegeben. Aber wir konnten unsere guten Läufe nie bestätigen. Jede kleine Schwächephase wurde von Paderborn sofort bestraft. Sie haben super gespielt, während wir das, was wir uns vorgenommen hatten, meistens überhaupt nicht aufs Parkett bekommen haben.“
Ausblick
Für die Gartenzaun24 Baskets Paderborn steht am kommenden Samstag, 16. März 2024, die Auswärtspartie in Quakenbrück auf dem Plan – angesichts der aktuellen Tabellensituation eines der wichtigsten bisherigen Saisonspiele. Um 19:30 Uhr beginnt das Duell beim direkten Tabellennachbarn Artland Dragons. Die Heimpartie gegen Vechta II können sich alle Fans im kostenlosen Relive auf Sportdeutschland TV anschauen: https://sportdeutschland.tv/gartenzaun24-baskets-paderborn/proa-gartenzaun24-baskets-paderborn-vs-rasta-vechta-ii
Samstag, 9. März 2024 | 19:30 Uhr | BARMER 2. Basketball Bundesliga | Saison 2023/24 | 26. Spieltag | Gartenzaun24 Baskets Paderborn vs. Rasta Vechta II – Statistik
Ergebnis: 89:77 (51:29)
Zuschauer: 1.593 in der Maspernhalle (Sportzentrum Maspernplatz)
