Starke Baskets geben sich in Göttingen erst nach Overtime mit 99:105 (92:92 | 41:46) geschlagen

Das war nichts für schwache Nerven, was sich da in der Göttinger Sparkassen-Arena am 23. Spieltag der ProA Barmer 2. Basketballbundesliga vor 2217 Fans abspielte: In einer kampfbetonten, ansehnlichen und jederzeit hochspannenden Partie gaben sich die Paderborn Baskets dem Tabellenzweiten BG Göttingen erst nach Overtime knapp mit 99:105 (92:92 | 41:46) geschlagen. Das Team von Head Coach Milos Stankovic zeigte nach der knappen Heimniederlage gegen Spitzenreiter Phoenix Hagen binnen Wochenfrist erneut eine starke Leistung gegen ein weiteres Topteam der Liga und verpasste den Sieg nur hauchdünn. Entscheidend für den Göttinger Erfolg waren am Ende lediglich die bessere Offensivrebound- und Freiwurfquote der Gastgeber. 

Samstag, 14. Februar 2026 – 18:30 Uhr – Pro A BARMER 2. Basketball Bundesliga – Saison 2025/26 – 23. Spieltag – BG Göttingen vs. Paderborn Baskets – Statistik

Boxscore + Team Stats: https://live.2basketballbundesliga.de/g/2003530?s=boxscore

Ergebnis: 105:99 (19:21 | 27:20 | 23:27 | 23:24 | 13:7)

Zuschauer: 2217 in der Sparkassen-Arena

Spielverlauf

Viertel 1 | Viertel 2

Paderborn trat ohne Aaron Kayser und Tom Brüggemann, dafür feierte Point Guard Eyassu Worku nach langer Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback in der Göttinger Sparkassen-Arena. Und die Gäste aus OWL zeigten gegen den Tabellenzweiten von Beginn an, dass der Erfolg im Hinspiel keine Überraschung bleiben sollte: Paderborn kam gut in die Partie, spielte auf Augenhöhe mit, zwang mit effektiver Defense die BG zu schweren Würfen und baute mit schneller Transition von Verteidigung auf Angriff über 7:2 (4.) und 13:5 (7.) die Führung bis auf 19:12 aus. Besonders erfreulich aus Baskets-Sicht: Die Dreier fielen an diesem Abend. Dann jedoch fand Göttingen besser in seinen Offensivrhythmus und glich mit einem 7:0-Lauf aus (19:19, 10.). Jalen Johnson beendete das Zwischenhoch der BG und stellte zum Viertelende auf 21:19 für Paderborn.

Im zweiten Viertel blieb die Partie hart umkämpft und auf Augenhöhe mit mehreren Führungswechseln. Göttingen hatte seine Offensive nun im Griff und punktete hochprozentig, Paderborn konterte jedoch immer wieder und ließ sich nicht abschütteln. Osawe sorgte für die 31:28-Führung der Baskets – Auszeit Göttingen. Und diese sollte Wirkung zeigen: Die BG wandelte den Rückstand mit einem 11:2-Lauf in eine 39:33-Führung (17.). Doch Paderborn ließ sich davon nicht wirklich beeindrucken, hielt mit erfolgreichen Aktionen und wieder intensivierter Defense den Anschluss. Mit 46:41 für Göttingen gingen beide Teams in die Halbzeitpause.

Viertel 3 | Viertel 4 | Overtime

Nach dem Seitenwechsel nahm die Intensität der Partie zu: Nach zwei schnellen Distanzwürfen lagen die Gastgeber erstmals zweistellig vorn (52:41, 22.). Zeit für die Baskets, nun selbst den Turbo anzuzünden und ihre stärkste Phase einzuläuten: Bis zum Viertelende trafen sie nun hochprozentig auch schwere Würfe und dezimierten über eine intensivierte, leidenschaftliche Verteidigung Punkt für Punkt den Göttinger Vorsprung. Die BG schaffte es zwischenzeitlich zwar immer wieder, sich leicht abzusetzen, Paderborn wusste jedoch zu kontern und lag vor den finalen zehn Minuten nur noch mit 68:69 hinten.

Im dramatischen letzten Viertel hielt Paderborn die Intensität nun hoch – die Ostwestfalen zeigten, dass sie den Auswärtssieg wollten und lagen nach drei erfolgreichen Angriffen plötzlich mit 75:71 vorn (32.) – Auszeit Göttingen, die im Anschluss besser performten und sich die Führung wieder zurückholten (85:79, 36.). Auszeit Paderborn. Die BG legte zunächst per Dreier nach (88:81), doch dann holten sich die Baskets das Momentum zurück: In knapp zwei Minuten versenkten sie drei Distanzwürfe und einen Korbleger und lagen 64 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit 92:91 in Führung. Im Gegenzug vergab Göttingen die nächsten möglichen Punkte und musste 14 Sekunden vor dem Ende foulen, um im Spiel zu bleiben. Zwei Freiwürfe für Paderborn also, die das Tor zum möglichen Auswärtssieg ganz weit aufgemacht hätten. Doch ausgerechnet jetzt kamen die Nerven ins Spiel: Die Baskets vergaben beide Versuche und hatten ihrerseits Glück, dass im Gegenzug Göttingen nach Foul von zwei Freiwürfen nur einen verwandelte. Durchatmen, Verlängerung!

In der Overtime setzte sich dann die größere Erfahrung und Routine der Göttinger durch: Die BG führte schnell mit 96:92, Paderborn verkürzte von der Freiwurflinie (96:94). Im Anschluss legte Göttingen zwei Mal nach und Paderborn verwarf zwei Freiwürfe (100:94). Die Baskets kämpften weiter und kamen auf 100:96 heran – noch zwei Minuten zu spielen. Bitter für die Gäste: Anderthalb Minuten vor Schluss verwarf das Team zwei weitere Freiwürfe, Göttingen legte im Anschluss eiskalt auf eine 102:96-Führung nach, bei noch 79 Sekunden Restspielzeit. Ein erfolgreicher And-One sorgte bei den Baskets noch einmal für Hoffnung (102:99, 44.), ehe Göttingen 17 Sekunden später aus der Distanz auf das hart erkämpfte Endergebnis von 105:99 stellte. Paderborn belohnte sich am Ende nicht für eine der besten Saisonleistungen, die BG zollte dem Gegner hohen Respekt, erleichtert über einen hart erkämpften Heimsieg.

Für Paderborn punkteten Topscorer Kevin Osawe (26), Jonathan Klussmann (24), Jalen Johnson (13) und Branden Maughmer (12) am besten. Göttingen hatte in Zach Jackson (25), Julius Böhmer (21), Mathis Mönninghoff (14) und Hendrik Drescher (11) seine besten Akteure.

Statements zum Spiel

Milos Stankovic (Head Coach Paderborn Baskets): „Ich bin heute wirklich stolz auf mein Team. Wie wir gefightet haben, wie wir guten Teambasketball gezeigt haben – offensiv und defensiv, auch wenn wir 105 Punkte kassiert haben. 18 Offensiv-Rebounds und 16 Rebounds mehr für Göttingen in so einem engen Spiel waren der Schlüssel zum Sieg für Göttingen. Ich bin wirklich zufrieden damit, wie wir gespielt haben und vor allem wie wir uns von Woche zu Woche weiterentwickeln.“

Fabian Strauss (Head Coach BG Göttingen): „Paderborn hat in den richtigen Momenten unsere Fehler ausgenutzt. Ich war trotzdem eben sehr positiv in der Kabine, weil wir anfangen, defensiv über weite Strecken besser zu stehen. Natürlich kann man das Eins-gegen-eins besser verteidigen oder muss das Matchup besser wissen. Aber wir fangen an, das gerade deutlich besser zu lösen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Rebounding. Wir haben es wieder geschafft ein Spiel zu drehen.“

Ausblick

Die Paderborn Baskets bestreiten am kommenden Freitag, 20. Februar 2026, ihr nächstes Heimspiel: Um 19:30 Uhr empfangen die Ostwestfalen den Tabellennachbarn Uni Baskets Münster. Die Partie in Göttingen gibt es hier im Relive auf Sporteurope TV zu sehen: https://sporteurope.tv/bg-goettingen/proa-bg-goettingen-vs-paderborn-baskets

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