Paderborn beendet 2025 mit starkem 82:70 (50:32) Heimsieg über Göttingen

Besser hätte der Jahresabschluss für die Paderborn Baskets kaum ausfallen können: Gegen den aktuellen Tabellenzweiten BG Göttingen zeigte das Team von Head Coach Milos Stankovic in der ersten Halbzeit seine bisher beste Saisonleistung und siegte am Ende mit 82:70 (50:32) – sehr zur Freude der restlos begeisterten eigenen Fans in einer erneut ausverkauften „Maspernhölle“. Mit dem Sieg am 15. Spieltag der ProA Barmer 2. Basketballbundesliga kletterten die Ostwestfalen auf einen Nichtabstiegsplatz, gewannen erstmals in der laufenden Spielzeit zwei Mal in Folge und beendeten zugleich die Auswärtsserie der Gäste, die zuvor alle Partien auf fremdem Parkett für sich entscheiden konnten. Entscheidend für den verdienten Erfolg der Baskets: Eine richtig starke erste Hälfte mit überzeugenden Wurfquoten, passende Physis, Leidenschaft und Siegeswille – und nicht zuletzt starke Nerven. Denn Paderborn ließ sich auch vom starken Comeback der Göttinger nach der Pause nicht zu sehr beeindrucken, hielt dem Druck stand und blieb, angetrieben von der wieder einmal elektrisierenden Atmosphäre, in der Crunchtime des Schlussviertels besonders von der Freiwurflinie stabil.

Boxscore + Team Stats Paderborn Baskets vs. BG Göttingen

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Spielverlauf

Viertel 1 (27:19) | Viertel 2 (23:13)

Paderborn ging ohne den erkrankten Tom Brüggemann sowie die verletzten Eyassu Worku (Reha nach Meniskus-OP) und Kevin Osawe (leichte Gehirnerschütterung) in die Partie. Göttingen musste auf Janis Jünemann (Handgelenk), Robin Lodders (Rücken), Kevin Buckingham (Knie) und Zach Jackson (Knie) verzichten, trat aber ansonsten mit demselben Team an, dass zuvor souverän in Gießen gewann. Auch Head Coach Fabian Strauß trat wegen eines grippalen Infekts die Reise in die Maspernhölle nicht an. Die Gäste markierten früh die ersten Punkte, Paderborn konterte über Karl Bühner, der zwei schnelle Dreier versenkte – eine Führung, die die Gastgeber bis zum Schluss nicht mehr abgeben sollten. Die Baskets verteidigten gut, reboundeten effektiv, punkteten hochprozentig auch aus der Distanz, überzeugten mit ansehnlichem Teamplay. Göttingen kam nicht wirklich ins Spiel, verteidigte nachlässig und fand angesichts des defensiven Drucks der Gastgeber keinen Offensiv-Rhythmus. Paderborn, nach dem ersten Viertel mit 27:19 vorn, baute seine Dominanz im zweiten Abschnitt weiter aus und sicherte sich so zur Halbzeit eine auch in dieser Höhe verdiente 50:32-Führung.

Viertel 3 (11:24) | Viertel 4 (21:14)

Wer jetzt aber an einen kompletten Paderborner Durchmarsch geglaubt hatte, sah sich jedoch getäuscht. Denn das dritte Viertel markierte die stärkste Phase der Gäste, die nun schnell zu ihrem Spiel fanden und das Momentum eindeutig auf ihre Seite zogen. Mit hohem Einsatz erhöhten kämpfende Göttinger den defensiven Druck und präsentierten sich nun auch treffsicher, besonders aus der Distanz: Julius Böhmer, Mathis Mönninghoff, Daniel Kirchner, Nils Schmitz – es war vor allem ein Verdienst des Göttinger „Dreierregens“, der sie vor dem Schlussabschnitt wieder bis auf fünf Punkte (61:56) herankommen ließ.

Im finalen Viertel entwickelte sich dann ein hochspannender Schlagabtausch mit einer noch spannenderen Crunchtime: Paderborn schüttelte sich in der Viertelpause einmal angesichts der Überlegenheit der Gäste im dritten Viertel, behielt die Nerven und den Kopf oben und stemmte sich mit allem gegen den Lauf der BG. Göttingen traf zwar weiter aus der Distanz und befand sich bis zur 37. Minute (69:66) mehrfach in Schlagdistanz, ließ aber dennoch letzte Konsequenz, Ordnung und Physis besonders in der Offensive vermissen. Die Baskets wiederum hatten nun auf alle Aktionen der Veilchen eine passende Antwort, verteidigten wieder druckvoller und nutzen die Chancen, die sich ihnen dadurch boten. Spätestens in der Crunchtime verhinderten sie mit Nerven aus Stahl eine echte Wende. Als auffälligster Spieler in dieser Phase bei den Gastgebern entpuppte sich Jonathan Klussmann: Der Däne wurde in den letzten 90 Sekunden des Spiels viermal gefoult und traf sieben von seinen acht Freiwurfversuchen – auch den zum euphorisch bejubelten 82:70-Endstand für Paderborn.

Für die Baskets punkteten Topscorer Jonathan Klussmann (25), Branden Maughmer (19) und Jalen Johnson (12) am besten. Göttingen hatte in Daniel Kirchner (20) und Julius Böhmer (11) seine treffsichersten Akteure.

Statements zum Spiel

Milos Stankovic (Head Coach Paderborn Baskets): „Ich muss meinem Team heute ein großes Kompliment zu einem verdienten Sieg machen: Wir haben in der ersten Halbzeit die bisher beste Saisonleistung gezeigt und uns auch von dem starken Lauf der Göttinger im dritten Viertel nicht verrückt machen lassen. In der entscheidenden Phase des Spiels – in den letzten fünf Minuten – haben wir die Nerven behalten, als Team gut verteidigt und unsere Freiwürfe getroffen. Im Vergleich zu den letzten Partien war auch unser Reboundverhalten stark verbessert und wir haben die Physis aufs Parkett gelegt, die man für einen Sieg gegen einen solch hochkarätigen Gegner braucht. Ein besonderes Lob geht an unsere Fans, die wie schon so oft für eine großartige Atmosphäre in der ‚Maspernhölle‘ gesorgt haben, von der sich unsere Jungs über das gesamte Spiel haben pushen lassen.“

Patrick Carney (Assistant Coach BG Göttingen): „In der ersten Halbzeit haben wir uns selbst ins Knie geschossen und ohne Fokus sowie Physis gespielt. Wir haben Paderborn stark gemacht; ihr Selbstvertrauen hat zugenommen und sie haben Würfe getroffen. Wir sind dem Rückstand von Beginn an hinterhergelaufen. Im dritten Viertel haben wir sehr gut reagiert, aber wenn du das ganze Spiel zurückliegst und nur eine kleine Rotation zur Verfügung hast, werden die Jungs müde. Das hat man im letzten Viertel gesehen. Wir haben versucht, dagegenzuhalten und zu kämpfen, was am Ende aber nicht gereicht hat. Wir müssen Paderborn Respekt zollen. Sie waren das aggressivere Team und haben fast alle 50:50-Bälle geholt. Wir haben ihre zweiten Chancen nicht verhindert, was in diesem Spiel ein Schlüssel war.“

Ausblick

Die Paderborn Baskets bestreiten nach dem Jahreswechsel am Sonntag, 4. Januar 2025, ihr nächstes Auswärtsspiel: Um 16:00 Uhr gastieren die Ostwestfalen bei den Bayer Giants Leverkusen, einem direkten Rivalen um den Klassenerhalt. Die Partie gegen Göttingen gibt es hier im Relive auf Sporteurope TV zu sehen: https://sporteurope.tv/paderborn-baskets/proa-paderborn-baskets-vs-bg-goettingen-1

Dienstag, 30. Dezember 2025 – 19:30 Uhr – Pro A BARMER 2. Basketball Bundesliga – Saison 2025/26 – 15. Spieltag – Paderborn Baskets vs. BG Göttingen – Statistik

Ergebnis: 82:70 (27:19 | 23:13 | 11:24 | 21:14)

Zuschauer: 1.999 in der Maspernhalle Paderborn

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