Paderborn gewinnt Nervenschlacht in Köln mit 89:88 (44:41)

War das ein Krimi: In einer Partie auf Augenhöhe mit hochspannender Crunchtime sicherten sich die Paderborn Baskets einen denkbar knappen, aber verdienten und vielumjubelten 89:88 (44:41) Auswärtssieg bei den RheinStars Köln. Die Begegnung verlief zunächst absolut eng, geprägt von vielen Führungswechseln. Dann aber bewies das Team von Head Coach Milos Stankovic in der Schlussphase Reife und Nerven wie Drahtseile, besonders von der Freiwurflinie. Paderborn sicherte sich mit diesem Sieg am 20. Spieltag der ProA Barmer 2. Basketballbundesliga nicht nur den dritten Auswärtserfolg in Serie, sondern auch wichtige Big Points im Kampf um den Klassenerhalt: Denn auch der direkte Vergleich zwischen beiden aktuell punktgleichen Teams gehört nun den Baskets. 

Samstag, 1. Februar 2026 – 17:00 Uhr – Pro A BARMER 2. Basketball Bundesliga – Saison 2025/26 – 20. Spieltag – RheinStars Köln vs. Paderborn Baskets – Statistik

Boxscore + Team Stats: https://live.2basketballbundesliga.de/g/2003507?s=boxscore

Ergebnis: 88:89 (28:26 | 13:18 | 21:22 | 26:23)

Zuschauer: 1.424 in der Motorworld Köln

Spielverlauf

Viertel 1 | Viertel 2

Paderborn trat in Köln ohne Center Aaron Kayser (Entzündung im Fuß) an, Center Leonard Kröger spielte nach überstandener Erkrankung ohne vorheriges Training und Point Guard Branden Maughmer wurde aufgrund eines im Training erlittenen Pferdekusses im Oberschenkel nur dosiert eingesetzt. Die Starting Five bildeten Branden Maughmer, Nico Marty-Decker, Kevin Osawe, Karl Bühner und Jalen Johnson. In der mit 1.424 Fans gut besetzten, stimmungsvollen Motorworld Köln entwickelte sich von Beginn an eine spannende Partie auf Augenhöhe. Der dominierende Akteur der ersten Hälfte hieß Björn Rohwer, 2,13-Meter-Center der RheinStars, der zunächst Korb um Korb machte. Paderborn wusste jedoch immer wieder gute Antworten, blieb konzentriert und lag zum Ende des 1. Viertels lediglich mit 26:28 zurück.

Mit Beginn des 2. Abschnitts zog Köln weiter an und lag in Minute 13 mit 35:28 vorn – Auszeit Baskets. Und die kam zur richtigen Zeit: Paderborn präsentierte sich defensiv nun effektiver und fokussierter, ließ bis zur Halbzeit kaum noch etwas zu, verwandelte selbst die sich ihnen bietenden Chancen und drehte die Partie – mit 44:41 für die Gäste ging es in die Pause.

Viertel 3 | Viertel 4

Nach der Pause blieb es eng: Paderborn konnte in einem ausgeglichenen dritten Viertel seine Führung mit einer weiterhin konzentrierten Leistung in Defense und Offense halten, ließ Köln nicht herankommen und lag vor dem Schlussabschnitt mit 66:62 vorn.

Jetzt wurde es richtig spannend, denn Köln drehte plötzlich auf: Die RheinStars legten zum Start des finalen Viertels einen 9:0-Lauf zur 71:66-Führung auf das Parkett der heimischen Motorworld (33.). Zeit für Paderborns Jalen Johnson: Der US-Boy sorgte mit sechs Punkten in Folge wieder für die Paderborner Führung (76:77, 37.). Köln konterte mit vier Punkten in Folge – 80:77 für die RheinStars. Anschließend wieder vier Zähler hintereinander für die Baskets durch Kevin Osawe – Paderborn mit 81:80 vorn. Nur noch 48 Sekunden auf der Uhr. Erneute Führungswechsel durch Kölns Michael Miller und Paderborns Jalen Johnson (82:83). Und diese Führung hielten die Baskets nervenstark bis zum Ende: Vier verwandelte Freiwürfe von Jonathan Klussmann und zwei von Kevin Osawe sorgten für eine 89:86-Führung, Köln verwarf im letzten Angriff einen Distanzwurf und schaffte in letzter Sekunde nach erfolgreichem Rebound nur noch eine Ergebnisverbesserung um zwei Punkte. Riesenjubel bei den mitgereisten Baskets-Fans, die ihr Team für diesen wichtigen 89:88-Erfolg lautstark feierten. Paderborn kann im Kampf um den Klassenerhalt etwas aufatmen und hat vor den folgenden drei schweren Begegnungen gegen Hagen, in Bremerhaven und in Göttingen jetzt sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.

Für Paderborn punkteten Kevin Osawe (20), Jalen Johnson (20), Jonathan Klussmann (20) und Nico Marty-Decker (10) am besten. Köln hatte in Topscorer Cedric Russell (24), Björn Rohwer (19), Michael Miller (14) und Kenny Baptiste (13) seine besten Akteure.

Statements zum Spiel

Milos Stankovic (Head Coach Paderborn Baskets): „Ich freue mich über die sehr gute Teamleistung heute. Endlich sind wir wieder über komplette 40 Minuten konzentriert geblieben. Besonders Jalen Johnson hat in der entscheidenden Phase einen richtig guten Job gemacht, ebenso wie Kevin Osawe und Jonathan Klussmann. Sie haben in der Schlussminute in einem engen Spiel und in einer fremden Halle ihre Freiwürfe sicher getroffen und so unseren Erfolg ermöglicht. Ein wichtiger Faktor war auch, dass wir es geschafft haben, Köln Center Björn Rohwer in der 2. Halbzeit besser zu verteidigen. Insgesamt war dieses unglaublich spannende Spiel heute eine echte Werbung für den Basketballsport, da beide Teams sich nichts geschenkt haben.“

Zoran Kukic (Head Coach RheinStars Köln): „Wir können nur gewinnen, wenn sich alle einbringen und wir nicht zu viele Ausfälle haben. Heute haben wir zu viele Spieler gehabt, die ihre Leistung nicht abrufen konnten. Wir werden das besprechen.“

Ausblick

Die Paderborn Baskets bestreiten am kommenden Freitag, 6. Februar 2026, ihr nächstes Heimspiel: Um 19:30 Uhr empfangen die Ostwestfalen den Tabellenführer Phoenix Hagen. Die Partie in Köln gibt es hier im Relive auf Sporteurope TV zu sehen: https://sporteurope.tv/rheinstars-koeln/proa-rheinstars-koeln-vs-paderborn-baskets

Foto: Gero Müller-Laschet

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