88:67 (41:40) Heimsieg gegen Uni Baskets Münster: Großer Schritt Richtung Klassenerhalt

Den Paderborn Baskets war die Bedeutung der Heimpartie gegen die Uni Baskets Münster am 24. Spieltag der ProA Barmer 2. Basketballbundesliga bewusst. Und das Team um Head Coach Milos Stankovic lieferte vor 1864 Fans in der wieder einmal atmosphärisch unvergleichlichen heimischen „Maspernhölle“ ab: Mit einem am Ende deutlichen und verdienten 88:67 (41:40) sicherte sich Paderborn wichtige Big Points im Kampf um den Klassenerhalt. Eine deutliche Steigerung in der Defensive und eine erneut mehr als ansprechende Dreierquote waren der Schlüssel zum Erfolg der Ostwestfalen, die nun drei Siege Abstand auf die Abstiegszone haben und sich zugleich den direkten Vergleich gegen Münster sichern konnten.

Freitag, 20. Februar 2026 – 19:30 Uhr – Pro A BARMER 2. Basketball Bundesliga – Saison 2025/26 – 24. Spieltag – Paderborn Baskets vs. Uni Baskets Münster – Statistik

Boxscore + Team Stats: https://live.2basketballbundesliga.de/g/2003535?s=boxscore

Ergebnis: 88:67 (28:21 | 13:19 | 19:14 | 28:13)

Zuschauer: 1.864 in der Maspernhalle Paderborn

Spielverlauf

Viertel 1 | Viertel 2

Paderborn ging ohne den angeschlagenen Center Aaron Kayser (Abszess am Fuß) in die Partie, bei Münster fehlten Adam Touray, Bo Hodges, Julius Ferber und Deshon Taylor. Das mit Spannung erwartete Duell startete in den ersten Minuten zunächst auf Augenhöhe. Beiden Teams war von Anfang an anzumerken, wie wichtig die Partie im Kampf um den Klassenerhalt war – die Intensität war hoch, Nervosität war immer wieder zu spüren. Münster musste diesem Druck als erstes nachgeben: Paderborn legte nach zwei Minuten und einem kleinen 4:5-Rückstand einen 10:0-Lauf zur 14:5-Führung auf das Parkett der Maspernhalle. Münster konterte mit einem 7:0-Lauf und konnte so auf 14:12 verkürzen. Dann jedoch häuften sich bei ihnen wieder die Ballverluste, Paderborn nutzte dies effektiv, verteidigte und reboundete gut, traf hochprozentig – auch aus der Distanz – und baute die Führung bis zum Viertelende auf 28:21 aus.

Im zweiten Viertel änderte sich das Momentum: Münster fand zurück in sein Spiel, Paderborns Verteidigung präsentierte sich nicht mehr so griffig wie im ersten Abschnitt, wodurch auf die bis dato wie geschmiert laufende Offense stockte. Zudem erreichten die Gastgeber schnell die Teamfoulgrenze. Münster nutzte die schwache Performance Paderborns im zweiten Viertel aus, um bis zur Pause auf einen Punkt heranzukommen (41:40).

Viertel 3 | Viertel 4

Nach der Pause knüpften die Gastgeber schnell an die Leistung des ersten Viertels an: Paderborn übernahm wieder die Kontrolle in der „Maspernhölle“. Kapitän Nico Marty-Decker traf zwei Dreier in Folge (51:46, 24.), Auszeit Münster. Die nützte nicht viel, Paderborn stand wieder stabil in der Defense, Münster blieb unsicher und leistete sich diverse Ballverluste. Ballbewegung, Rebounds und Wurfquoten liefen bei den Hausherren besser – bis zum Ende des 3. Viertels lag Paderborn wieder 60:54 vorn.

Im Schlussabschnitt gaben die Paderborn Baskets das Momentum nicht mehr aus der Hand: Mit hohem Einsatz, giftiger Defense und guten Wurfquoten zeigten sie sehr ansehnlichen Teambasketball. Münster dagegen brach zum Schluss der Partie regelrecht ein, leistete sich einen Ballverlust nach dem anderen und hatte Paderborn nichts mehr entgegenzusetzen. Mit einem vom eigenen Anhang lautstark bejubelten 12:0-Lauf zum Ende der Partie sicherte sich Paderborn den wichtigen 88:67-Heimsieg gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Besonders hervorzuheben neben einigen echten spielerischen Highlights: Die 100%-Freiwurfquote (24/24) und die starke Dreierquote (45%, 10/22).

Für die Baskets punkteten Topscorer Kevin Osawe (21), Jonathan Klussmann (20), Eyassu Worku (18) und Nico Marty-Decker (13) am besten. Münster hatte in Philip Anthony Alston (17) und Cosmo Grühn (11) seine treffsichersten Akteure.

Statements zum Spiel

Milos Stankovic (Head Coach Paderborn Baskets): „Ein sehr wichtiger Heimsieg. Wir haben eine sehr gute Teamleistung hingelegt, vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit defensiv. Im zweiten Viertel war ich nicht zufrieden. Wir haben zu statisch gespielt, defensiv Probleme gehabt, inside McMullen und Alston zu lösen. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir eine sehr gute Defense gespielt. 27 Punkte haben wir da kassiert, insgesamt 67 gegen eine Mannschaft, die offensiv wirklich sehr viel Potenzial hat. Auf diese Defensive haben wir, wie Götz schon gesagt hat, ein paar einfache Fastbreaks und Korbleger kreieren können. Dadurch haben wir auch Rhythmus in der Offense bekommen, wo wir dann auch gut von außen getroffen haben.“

Götz Rohdewald (Head Coach Uni Baskets Münster): Unsere Geschichte ist relativ schnell erzählt. Im ersten Viertel, in dem wir nicht verteidigt haben, geben wir 28 Punkte ab, was inakzeptabel ist. Und die zweite Halbzeit, in der wir den Ball wegschmeißen, und nicht nur wegschmeißen, sondern auch so, dass Paderborn jedes Mal Eins-gegen-Null-Korbleger kriegt. Das bricht einem das Genick. 22 Ballverluste: So kannst du kein Spiel gewinnen. Da kannst du verteidigen, irgendwas im Angriff versuchen. Wenn du den Ball jedes Mal wegwirfst: keine Chance! So einfach ist das für uns gewesen.“

Ausblick

Die Paderborn Baskets bestreiten am Freitag, 6. März 2026, ihr nächstes Auswärtsspiel: Um 19:30 Uhr gastieren die Ostwestfalen bei den GIESSEN 46ers. Die Partie gegen Münster gibt es hier im Relive auf Sporteurope TV zu sehen: https://sporteurope.tv/paderborn-baskets/proa-paderborn-baskets-vs-uni-baskets-muenster

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