Paderborn mit versöhnlichem Saisonabschluss beim 74:89 (39:40) in Karlsruhe

Die Saison 2025/26 in der Barmer 2. Basketballbundesliga steht für die Paderborn Baskets in den Büchern: Nach 34 Spieltagen haben die Ostwestfalen ihr Saisonziel „Klassenerhalt“ erreicht, nachdem man im vergangenen Jahr via Wildcard in die ProA zurückkehren konnte. Am finalen Game Day trat das Team um Head Coach Milos Stankovic bei den favorisierten PS Karlsruhe Lions in einer fast ausverkauften, stimmungsvollen Europahalle an: Die Baden-Württemberger gewannen die Partie am Ende verdient mit 89:74 (40:39), sicherten sich Tabellenplatz 8 und damit den vielumjubelten Einzug in die begehrten Playoffs. Paderborn zeigte sich trotz der Niederlage im Vergleich zum sehr schwachen Auftreten vor Wochenfrist, als man das letzte Heimspiel hoch gegen Tübingen verlor, phasenweise stark verbessert, besonders im überzeugenden zweiten Viertel und im ausgeglichenen Schlussabschnitt. Ein versöhnlicher Saisonabschluss, der – neben dem bereits erreichten Klassenerhalt – auch die mitgereisten Fans zufriedenstellte.

Samstag, 2. Mai 2026 – 19:30 Uhr – Pro A BARMER 2. Basketball Bundesliga – Saison 2025/26 – 34. Spieltag – PS Karlsruhe Lions vs. Paderborn Baskets – Statistik

Boxscore + Team Stats: https://live.2basketballbundesliga.de/g/2003632?s=boxscore

Ergebnis: 89:74 (30:15 | 10:24 | 25:12 | 24:23)

Zuschauer: 2906 in der Europahalle, Karlsruhe

Spielverlauf

Viertel 1 | Viertel 2

Paderborn, bei denen Kevin Osawe angeschlagen fehlte, konnte im Gefühl des bereits sicheren Klassenerhalts frei aufspielen. Und sie wollten im finalen Saisonspiel nach der ernüchternden vorherigen Heimpleite gegen Tübingen eine echte Reaktion zeigen, um ihren Fans einen versöhnlichen Abschluss zu liefern. Karlsruhe machte ihnen jedoch zunächst einen Strich durch die Rechnung: Die Lions signalisierten von Beginn an deutlich, dass sie den Sieg und damit die Playoffs erreichen wollten: Point Guard Tyrese Williams versenkte mit dem ersten Angriff des Spiels den ersten Dreier für Karlsruhe. Das reichte ihm aber noch lange nicht: Williams ließ in den ersten sieben Minuten vier weitere Dreier folgen, zeigte sich sicher von der Freiwurflinie und war im Eingangsviertel der absolut dominante Player auf dem Court. Die Lions ließen sich von ihm mitreißen, Paderborn fand zunächst defensiv und offensiv mit schwachen Trefferquoten keine Mittel gegen diesen Karlsruher Blitzstart. Mit 30:15 für die Lions – davon wahnsinnige 23 bis zu diesem Zeitpunkt vom späteren Topscorer Williams – ging es in die kleine Pause nach den ersten zehn Minuten.

Was nach dieser Karlsruher Überlegenheit im ersten Viertel niemand für möglich gehalten hatte, trat dann plötzlich schnell ein: Nach einer wirkungsvollen Ansprache von Head Coach Milos Stankovic drehten die Baskets den Spieß im zweiten Abschnitt einfach mal um und zeigten endlich die vom Cheftrainer eingeforderte Reaktion nach der enttäuschenden Leistung im vorherigen Heimspiel gegen Tübingen. Paderborn verteidigte aggressiver und effektiver, die Wurfquoten stiegen im Zweierbereich wie auch aus der Distanz, auch bei den Rebounds waren die Baskets überlegen. Bis zur Halbzeit hatten die Gäste den hohen Rückstand fast aufgeholt, die Lions lagen nur noch einen Punkt mit 40:39 vorn.

Viertel 3 | Viertel 4

Nach der Pause brachte Klussmann Paderborn mit dem ersten Angriff nach langer Zeit sogar wieder in Führung (40:41), die jedoch nicht lange anhielt: Beide Teams agierten nun zunehmend wilder, wobei die Lions sich wieder bessere Wurfquoten erarbeiteten, die Baskets hingegen wie bereits im ersten Abschnitt einiges liegen ließen. Ein 11:0-Lauf der Gastgeber vom 48:44 zum 59:44 sorgte für die Vorentscheidung, mit 65:51 für die Lions ging es in die letzte Viertelpause.

Trotz des Rückstands stimmte die Einstellung der Baskets weiterhin, so dass die finalen zehn Minuten der Partie ausgeglichen und ziemlich temporeich verliefen. Paderborn versuchte noch einmal alles, um an die Lions heranzukommen. Die aber ließen sich, lautstark unterstützt von der tollen Kulisse, den Sieg und die damit sichere Playoffteilnahme nicht mehr nehmen. 89:74 hieß es am Ende für Karlsruhe, die nun in der ersten Playoffrunde auf Ligaprimus Phoenix Hagen treffen.

Für Paderborn punkteten Jalen Johnson (19), Eyassu Worku (13) und Jonathan Klussmann (13) zweistellig. Karlsruhe hatte in Topscorer Tyrese Williams (28), David Ejah (17), Isaiah Hart (14) und Kilian Binapfl (12) seine besten Akteure. Alle Fans können das Spiel hier noch einmal im Relive auf Sporteurope.TV sehen: https://sporteurope.tv/ps-karlsruhe-lions/proa-ps-karlsruhe-lions-vs-paderborn-baskets.

Statements zum Spiel

Milos Stankovic (Head Coach Paderborn Baskets): „Glückwunsch an Karlsruhe zunächst einmal zum verdienten Sieg und zum Einzug in die Playoffs. Mit unserer eigenen Leistung bin ich heute teilweise sehr zufrieden. Besonders im zweiten Abschnitt haben wir Moral gezeigt und ein richtig gutes Viertel abgeliefert. Im dritten Viertel sind die Lions dann davongezogen und haben in dieser Phase auch schwierige Würfe getroffen, wir hingegen haben einige offene Schüsse liegengelassen. Unser Willen und unsere Einstellung waren heute allerdings in Ordnung, auch wenn wir Karlsruhe und besonders Williams nicht mehr stoppen konnten. Er hat heute einen großen Unterschied gemacht und ist richtig heiß gelaufen.“

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