Enttäuschende Baskets-Leistung sorgt für 70:105 (36:52) beim letzten Heimspiel gegen Tigers Tübingen

Da war die Luft wohl raus bei den Spielern der Paderborn Baskets: Am 33. Spieltag der ProA Barmer 2. Basketballbundesliga kassierten die Ostwestfalen mit 70:105 (36:52) gegen die Tigers Tübingen die höchste Heimniederlage der Saison. Die über 1900 Fans in der „Maspernhölle“ zeigten dabei eine weitaus bessere Leistung als die Baskets, die sich von Anfang an lustlos, schwach und enttäuschend präsentierten – kein Vergleich zum starken Auftreten am vorherigen Spieltag, als man mit einem überzeugenden Auswärtssieg in Kirchheim den Klassenerhalt sichern konnte.  

Samstag, 25. April 2026 – 19:30 Uhr – Pro A BARMER 2. Basketball Bundesliga – Saison 2025/26 – 33. Spieltag – Paderborn Baskets vs. Tigers Tübingen – Statistik

Boxscore + Team Stats: https://live.2basketballbundesliga.de/g/2003621?s=boxscore

Ergebnis: 70:105 (18:24 | 18:28 | 19:31 | 15:22)

Zuschauer: 1.925 in der Maspernhalle Paderborn

Spielverlauf

Viertel 1 | Viertel 2

Die Partie begann zäh, mit vielen fehlerhaften Aktionen: Man merkte beiden Teams zunächst an, dass nach dem gesicherten Klassenerhalt die Intensität für ein gutes, ansehnliches Spiel fehlte. Paderborn lag nach drei Minuten noch mit 8:5 vorn, danach fanden die Gäste besser in ihren Rhythmus und die Begegnung entwickelte sich bis zum Ende einseitig zugunsten der Gäste, die sich in allen Belangen mehr und mehr überlegen präsentierten. Wirkliche Spannung kam zu keinem Zeitpunkt auf – nicht zuletzt deswegen, weil die Baskets überhaupt keinen Zugang zu ihrem Spiel fanden, weder defensiv noch offensiv. Einzig Jonathan Klussmann erreichte etwas, was man als Beobachter als Normalform bezeichnen konnte. So war es keine Überraschung für die anwesenden 1925 Fans, dass die Gäste nach dem ersten Abschnitt bereits mit 18:24 führten.

Der für die Heimfans enttäuschende Spielverlauf setzte sich im zweiten Abschnitt fort: Beide Teams rotierten viel, spielerische Klasse war – wo auch immer man suchte auf dem Maspernhallen-Parkett – nicht wirklich zu erkennen. Paderborn lief einem stetig wachsenden Rückstand hinterher, kam zwischenzeitlich mit einem 7:0-Lauf wieder etwas heran, fing sich jedoch direkt wieder einen 8:0-Lauf der Tübinger ein, die nun ihre Sache zunehmend besser machten, wobei sie von den Gastgebern allerdings auch nicht ernsthaft gestört wurden. Folgerichtig lagen die Tigers zur Pause bereits mit 52:36 vorn.

Viertel 3 | Viertel 4

Wer gedacht hatte, dass sich die Gastgeber nach der Pause noch einmal aufbäumen würden: Fehlanzeige. Die Paderborner Spieler hatten dem Gegner nichts Wirkungsvolles entgegenzusetzen, wirkten weiterhin lustlos, kaum etwas funktionierte. Tübingen hatte es so sehr leicht, das Punktekonto weiter nach oben zu schrauben, inklusive einiger Highlights wie Dunks und erfolgreiche Distanzwürfe. Die Tigers selbst mussten dabei gar keine überragende Leistung zeigen, dafür machte es ihnen Paderborn zu einfach. Der 83:55-Vorsprung der Gäste nach dem dritten Abschnitt: Sehr hoch und verdient.

Im finalen Viertel hatten die Tigers die Begegnung weiterhin fest in der Hand und punkteten weiter nach Belieben. Das einzig Erfreuliche aus Paderborner Sicht: Die vielen Fans in der fast ausverkauften Maspernhalle zeigten beim letzten Heimspiel immer wieder noch einmal, was sie konnten und ließen sich die Stimmung nicht verderben – über fehlenden Support von den Rängen konnten sich die Baskets-Akteure wahrlich nicht beschweren, eher über die eigenen Aktionen. 89 Sekunden vor dem Ende der Partie knackte Tübingen über Johnson per Korbleger die 100-Punkte-Marke und legte noch einmal nach bis zum 105:70, ehe die Schlusssirene ein Erbarmen mit den Gastgebern hatte und die einseitige Partie beendete.

Für die Baskets punkteten Topscorer Jonathan Klussmann (21), Jalen Johnson (12) und Eyassu Worku (10) am besten. Tübingen hatte in Bernard Pelote (17), Patrick Emilien (15), Melkisedek Moreaux (13), Felix Edwardsson (11), Isaiah Sanders (11), Jordan Johnson (11) und Lukas Milner (10) seine treffsichersten Akteure.

Statements zum Spiel

Milos Stankovic (Head Coach Paderborn Baskets): „Glückwunsch an Trainer Eric Detlev und seiner Tübinger Mannschaft zu diesem überragenden Sieg. Sie haben ihren Gameplan bis zum Ende konsequent durchgezogen. Ich bin heute überaus enttäuscht von meinem Team. Wir haben kein Mittel gegen das Switch von Tübingen gefunden. 105 Punkte in unserer eigenen Halle zu bekommen, ist natürlich viel zu viel. Da müssen wir mehr Stolz zeigen. Das war vor allem für unsere zahlreichen treuen Fans nicht schön anzusehen. Aber nachdem wir den Klassenerhalt in der Tasche hatten, war anscheinend die Luft raus. Tübingen dagegen hat gut von außen getroffen und war schnell in einem Rhythmus, was wir leider zu keinem Zeitpunkt geschafft haben.“

Eric Detlev (Head Coach Tigers Tübingen): „Offensiv hat bei uns heute viel funktioniert. Das hat Spaß gemacht, weil sich alle eingebracht haben. Wir hatten eine gute Energie, insgesamt war das Spiel aus Tübinger Sicht gut anzuschauen.“

Ausblick

Die Paderborn Baskets bestreiten am Samstag, 2. Mai 2026, auswärts das finale Spiel der Saison 2025/26: Um 19:30 Uhr gastieren die Ostwestfalen bei den PS Karlsruhe Lions. Die Partie gegen Tübingen gibt es hier im Relive auf Sporteurope TV zu sehen: https://sporteurope.tv/paderborn-baskets/proa-paderborn-baskets-vs-tigers-tuebingen

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