Nicht genug Intensität, schwache Dreierquote, keinen richtigen Rhythmus gefunden: Dies waren im Wesentlichen die Hauptgründe für eine zwar vermeidbare, am Ende aber definitiv verdiente 75:83 (30:45) Heimniederlage der Paderborn Baskets gegen die VfL SparkassenStars Bochum. Dabei zeigten die Gäste selbst keine unschlagbare Performance, schafften es mit ihrer Switch-Defense und schnellen Spielweise jedoch von Beginn an, die Hausherren aus dem Konzept zu bringen und das Tempo der Partie zu kontrollieren. Paderborn fand bis auf zwei Phasen direkt zu Beginn des zweiten Viertels und zum Ende des dritten Viertels nie wirklich in ihr Spiel. Nach dem 19. Spieltag der ProA Barmer 2. Basketballbundesliga steht das Team um Head Coach Milos Stankovic weiterhin auf dem 14. Tabellenplatz, punktgleich mit den Tigers Tübingen.
Samstag, 24. Januar 2026 – 19:30 Uhr – Pro A BARMER 2. Basketball Bundesliga – Saison 2025/26 – 19. Spieltag – Paderborn Baskets vs. VfL SparkassenStars Bochum – Statistik
Boxscore + Team Stats: https://live.2basketballbundesliga.de/g/2003494?s=boxscore
Ergebnis: 75:83 (13:26 | 17:19 | 20:15 | 25:23)
Zuschauer: 1.764 in der Maspernhalle Paderborn
Spielverlauf
Viertel 1 | Viertel 2
Die Gäste aus Bochum starteten besser in die Partie und lagen nach einem Dunk von Malek Green bereits nach fünfeinhalb Minuten zweistellig in Führung (8:18). Für frühe Punkte der SparkassenStars sorgten in dieser Phase vor allem der ehemalige Paderborner Lars Kamp, der unter anderem zwei Mal aus der Distanz versenkte, und Malek Green, der per Korbleger zum 26:13 Viertelendstand für Bochum traf. Bei den Baskets dagegen zeigte sich bereits im 1. Viertel, woran es während der gesamten Partie hapern sollte: Von außen fand kein Distanzwurf seinen Weg ins Ziel, und generell fand man offensiv und defensiv keinen Rhythmus.
Nach der Viertelpause änderte sich dieses Momentum: Paderborner wirkte auf einmal viel entschlossener und legte in knapp drei Minuten einen schnellen 9:0 Lauf hin, ehe die Gäste – wiederum über Lars Kamp per Dreier – konterten und das kurze Aufbäumen der Baskets beendeten. Von da an übernahmen wieder die Bochumer die Kontrolle, zeigten mehr Energie, machten mehr aus den sich ihnen bietenden Chancen und führten nach der ersten Hälfte mit 45:30.
Viertel 3 | Viertel 4
Paderborn schaffte es nach der Pause etwas besser, sich auf das schnelle Spiel der Gäste einzustellen. Die Partie verlief jetzt auf Augenhöhe. Und auch wenn die Baskets weiterhin kaum etwas von außen trafen, verkürzten sie den Rückstand bis zum Ende des 3. Viertels auf 50:60.
Näher heran kamen die Gastgeber jedoch nicht mehr: Bochum stellte schnell wieder auf den ehemaligen 15-Punkte-Vorsprung und hielt diesen bis knapp vier Minuten vor Spielende – unter anderem auch deswegen, weil Paderborn weiterhin trotz vieler Versuche einfach nicht aus der Distanz traf. Über Jonathan Klussmann starteten die Baskets einen finalen Versuch, die Partie noch einmal zu drehen, mehr als eine Ergebniskorrektur auf das aus Paderborner Sicht enttäuschende Endergebnis von 75:83 war allerdings nicht ehr drin.
Für die Baskets punkteten Kevin Osawe (23), Jonathan Klussmann (17) und Branden Maughmer (14) am besten. Bochum hatte in Topscorer Malek Green (23), Antonio Williams (15), Lars Kamp (15) und Niklas Geske (13) seine treffsichersten Akteure.
Statements zum Spiel
Milos Stankovic (Head Coach Paderborn Baskets): „Glückwunsch an Bochum zum verdienten Sieg. Wir haben durch unsere Defense keinen ausreichenden Rhythmus für die Offense bekommen und vor allem in der ersten Hälfte unsere offenen Würfe nicht getroffen: Mit einem getroffenen Dreier bei 14 Versuchen kannst du kein Spiel gewinnen. Auch unser Vorhaben, das Tempo der Partie zu kontrollieren, konnten wir kaum einmal so umsetzen, wie wir uns das für das gesamte Spiel gewünscht hätten.“
Felix Banobre (Head Coach VfL SparkassenStars Bochum): „Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel wird. Paderborn kam mit Rückenwind vom Sieg in Bayreuth zurück, aber wir haben sie von Anfang an nicht ins Spiel kommen lassen und viel Energie gehabt, das war uns wichtig. Im dritten Viertel kam Paderborn besser ins Spiel, dann haben wir einige Dinge in der Defense umgestellt und wieder mehr Kontrolle bekommen. Am Ende kamen sie wieder näher heran, aber wir haben auch die Schlussphase kontrolliert.“
Ausblick
Die Paderborn Baskets bestreiten am Sonntag, 1. Februar 2026, ihr nächstes Auswärtsspiel: Um 17:00 Uhr gastieren die Ostwestfalen bei den RheinStars Köln, einem direkten Tabellennachbarn und Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt. Die Partie gegen Bochum gibt es hier im Relive auf Sporteurope TV zu sehen: https://sporteurope.tv/paderborn-baskets/proa-paderborn-baskets-vs-vfl-sparkassenstars-bochum-2

