
Der Erfolg der Hessen basiert dabei auf einem recht einfachen Konzept: Hinten gut verteidigen und im Angriff möglichst hochprozentig abschließen. Dass diesen Plan auch viele andere Mannschaften in der Liga verfolgen sollte klar sein, dennoch scheint Coach Wucherer seinen Kollegen einen kleinen Schritt voraus zu sein. Gerade an der Dreierlinie zeigt sich die Effizienz der 46ers, die mit nur 460 klar abgeschlagen (Ligaschnitt liegt bei über 600) auf dem letzten Platz im Ranking „versuchte Dreipunktwürfe“ stehen, aber wiederum mit 38,3% die beste Trefferquote aus der Distanz aufweisen. Auch aus der Nah- und Mitteldistanz, sowie den Ballgewinnen stehen die Gießener an der Spitze der ProA und sind daher ein sehr unangenehmer Gegner. Dreh und Angelpunkt des Teams ist der sehr variabel einsetzbare Anthony DiLeo, der bereits im letzten Jahr für die Gießener auf Korbjagd ging und zu den besten Deutschen der Liga gehört. Mit 10 Punkten, 4 Rebounds, 4 Assists und fast 2 Steals liefert der 24-Jährige auch in diesem Jahr sehr starke Statistiken ab. Mit dem Kubaner Yorman Bartolo (10,5 Punkte), US-Guard Eric Palm (10), Björn Schoo (7) und den Lischka-Brüdern verfügt man auch auf anderen Spots über reichlich ProA-Erfahrung. Ergänzt durch einen letztjährigen Erstligisten in Cameron Wells (13 Punkte / 3,5 Assists) und Forward Andre Marhold ergibt sich ein sehr ausgeglichenes Team, das sich vor keinem Gegner zu verstecken braucht. Kurz vor der Wechselfrist holte man mit Achmadschah Zazai zusätzlich einen alten Bekannten direkt aus der BBL (Braunschweig) zurück nach Mittelhessen, der sich – trotz seiner für einen Basketballer verhältnismäßig kleinen Statur (1,77m / 68kg) – bereits einen guten Namen in der ProA machen konnte.

