In der dramatischen Crunchtime eiskalt geblieben, über die gesamte Partie hohen Einsatz gezeigt und auch kleine Rückschläge während der Partie mental gut weggesteckt: Die Paderborn Baskets um Head Coach Milos Stankovic haben im Kampf um den Klassenerhalt einen ganz wichtigen Sieg eingefahren. Beim Playoffaspiranten EPG Baskets Koblenz gewannen die Ostwestfalen nach spannendem Spielverlauf mit 95:93 (51:42). Durch den immens wichtigen Erfolg konnte Paderborn den Abstand auf die Abstiegsplätze bei noch sechs ausstehenden Game Days wieder auf vier Punkte vergrößern.
Montag, 23. März 2026 – 19:30 Uhr – Pro A BARMER 2. Basketball Bundesliga – Saison 2025/26 – 28. Spieltag – EPG Baskets Koblenz vs. Paderborn Baskets – Statistik
Boxscore + Team Stats: https://live.2basketballbundesliga.de/g/2003578?s=boxscore
Ergebnis: 93:95 (18:20 | 24:31 | 27:22 | 24:22)
Zuschauer: 900 in der EPG-Arena Koblenz
Spielverlauf
Viertel 1 | Viertel 2
Paderborns Head Coach Stankovic hatte nach der Heimniederlage gegen Leverkusen eine echte Reaktion eingefordert. Und sein Team lieferte: In der Koblenzer EPG-Arena präsentierten sich die Gäste von Beginn an hellwach in Defense und Offense, konzentriert und energiegeladen. Paderborn startete mit einem 10:0-Lauf, ehe Koblenz die ersten Punkte gelangen. Die Gastgeber schafften es allerdings nicht, bis zum Viertelende die Paderborner Führung zu egalisieren: Mit einer knappen, aber verdienten 20:18 Führung für die Ostwestfalen endeten die ersten zehn Spielminuten.
Auch im zweiten Viertel behielt Paderborn die Kontrolle über die Partie: Koblenz wirkte fahrig und fand keine Mittel gegen gerade in der Offensive immer sicherer agierende Gäste, die ihre Führung bis zur Halbzeitsirene auf 51:42 ausbauen konnten.
Viertel 3 | Viertel 4
Paderborn behielt auch nach der Pause zunächst die Kontrolle, agierte defensiv geschickt, punktete konzentriert und hielt die hohe Führung bis zur Mitte des dritten Abschnitts. Knapp drei Minuten vor dem Viertelende fand Koblenz jedoch plötzlich zurück in die Partie: Mit einem schnellen 10:2-Lauf verkürzten sie auf 60:64 – Auszeit Paderborn. Nach dieser konnten die Gäste den Koblenzer Lauf unterbrechen, die Führung war vor den finalen zehn Minuten allerdings auf 73:69 geschrumpft.
Im Entscheidungsviertel startete Paderborn vielversprechend mit einem Dreier von Kevin Osawe. Danach wurde es wild: Denn Koblenz gelang auf einmal so gut wie alles – die EPG Baskets legten einen 16:0-Lauf auf das Parkett und führten sechseinhalb Minuten vor Schluss plötzlich mit 85:76. In der EPG-Arena rechneten jetzt viele mit einer drohenden Paderborner Niederlage – aber darauf hatten die Ostwestfalen an diesem Abend einfach keine Lust: Sie steckten diesen Rückschlag weg, konterten mit einem ebenso spektakulären 12:0-Run und lagen so wieder mit 88:85 vorn. Noch drei Minuten zu spielen. Die Intensität und die Dramatik nahmen jetzt beinah sekündlich zu: Beide Teams zeigten hohen Einsatz, die Führung wechselte noch einmal, 56 Sekunden vor dem Ende stand es 93:93. Mehr Spannung war kaum möglich: Keine gute Zeit für die Fingernägel aller Augenzeugen. Zum endgültigen Showdown kam es, als das Scoreboard noch 17 Sekunden Spielzeit anzeigte: Jonathan Klussmann verwandelte eiskalt zwei Freiwürfe zur Paderborner 95:93-Führung. Koblenz hatte es mit dem folgenden letzten Angriff selbst in der Hand, auf den Ausgleich und in die Overtime oder per Distanzwurf auf Sieg zu gehen. Sie entschieden sich für letzteres: Doch der Step-Back-Dreier von Topscorer Calvin Wishart verfehlte quasi mit der Schlusssirene das Ziel und prallte vom Ring ab – gefolgt vom Riesenjubel beim Paderborner Team, das den letztlich hochverdienten und wichtigen Sieg erleichtert feierte.
Für Paderborn punkteten Jonathan Klussmann (24), Branden Maughmer (16), Eyassu Worku (14) und Jalen Johnson (10) zweistellig. Koblenz hatte in Topscorer Calvin Wishart (27), Decorian Jeffries (15), Badu Buck (12) und Devonte McCall (10) seine besten Akteure.
Statements zum Spiel
Milos Stankovic (Head Coach Paderborn Baskets): „Wir sind heute sehr konzentriert ins Spiel gekommen und haben diesen Fokus über die gesamte erste Halbzeit halten können. Nach der Pause hatten wir zeitweise Probleme mit dem sehr physischen Spiel der Koblenzer – aber auch, als wir mit neun Punkten zurücklagen, haben wir weiter an uns geglaubt. In dieser Phase haben wir gegengehalten und echten Charakter bewiesen. Die Art und Weise, wie wir die Partie für uns entschieden haben, hat mich sehr gefreut. Das war ein Teamsieg und diese Leistung macht mich insgesamt sehr stolz. Jetzt wollen wir im Flow bleiben und die guten Szenen aus dieser Partie in die kommenden beiden Begegnungen tragen.“
Stephan Dohrn (Head Coach EPG Baskets Koblenz): „Ich bin maßlos enttäuscht von der schlechten ersten Halbzeit meiner Spieler. Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie man so in ein Spiel gehen kann. Das war weit weg von dem, was wir können. Wir haben wieder mal zu Hause ein deutlich schlechteres Gesicht gezeigt als auswärts. Das ist enttäuschend.“
Ausblick
Die Paderborn Baskets bestreiten am kommenden Samstag, 28. März 2026, ihr nächstes Heimspiel: Um 19:30 Uhr empfangen die Ostwestfalen die Nürnberg Falcons BC. Das Spiel in Koblenz gibt es hier im Relive auf Sporteurope.TV zu sehen: https://sporteurope.tv/epgbasketskoblenz/proa-epg-baskets-koblenz-vs-paderborn-baskets

